Entschlammung der Spreewaldfließe


Pilotprojekt  Entlandung Spreewaldfließe
Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen der Bedeutung des Vorganges übermittle ich Ihnen unsere Stellungnahme direkt.

Das Problem der Verlandung von Spreewaldfließgewässern ist unserem Verein seit Jahren bekannt und unsere Vertreter nahmen auch an diversen Veranstaltungen zu diesem Thema in den letzten beiden Jahren teil.
Dort wurde von uns öffentlich erklärt, dass wir bei geringen Auswirkungen auf Schutzgüter diesen Maßnahmen zustimmen werden. Auch bieten wir im Bedarfsfall unsere Flächen für die Verbringung von Spülgut an, wenn es der Schutzzweck erlaubt. Hierbei favorisieren wir die Errichtung von Biberrettungshügeln.

Der zur Stellungnahme beigelegten CD ist die geringe Betroffenheit von Schutzgütern zu entnehmen. Dazu ist zu sagen, das es im Vorfeld genügend Untersuchungen durch Büros gab (lagen dem Landesbüro auf CD vor), die eindeutig belegen, dass es zu keiner nachhaltigen Beeinträchtigung von Arten und Lebensräumen nach Anhang I und II von FFH und SPA – Richtlinie kommt.
Die betroffene kleine Fläche des Erlen/Eschenwaldes ist eh im Absterben betroffen und steht in keinem Verhältnis zur Ausdehnung dieses FFH-LRT im Spreewald. Dasselbe gilt für die Vorkommen der Wasserfeder.

Eine Nichtunterhaltung dieser Gewässer würde das völlige Verschwinden reophiler Arten aus diesen bedingen und zumindest die im LDS gelegenen, für das Pilotprojekt vorgeschlagenen Gewässern, sind für die Kahnfahrt alternativlos.

Der Nabu Kreisverband Spreewald stimmt daher dem Vorhaben zu.

Mit freundlichen Grüßen

Arnulf Weingardt
1. Vorsitzender




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