Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2010


 

04.03.2011

Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2010

Vorstand und Personalfragen

Vorstand: Harald Schneider, Susanne Leber, Arnulf Weingardt,  Dietrich Dommain, Sven Kasparz

Beirat: Dr. Christian Boellert,  Gabriel Pelz, Thomas Fischer

Mitarbeit: Gisela Christl

Mitgliederzahl: 61, auch infolge von Umstrukturierungen seitens des Bundesverbandes – Zuordnung von Lübbenauer Mitgliedern zum RV Calau

 

  • Regelmäßig am ersten Montag im Monat findet gemeinsam mit dem Beirat sowie teilweise geladenen Gästen eine erweiterte Vorstandssitzung statt – ein ausführliches Protokoll wird meist erstellt.
  • Der Datenaustausch zwischen Vorstands-und Beiratsmitgliedern wird per E-Mail organisiert.
  • Problem Postfach: Die regelmäßige Leerung und Kontrolle kann durch den Vorsitzenden nicht sichergestellt werden, daher der Vorschlag, Alina Schneider für die wöchentliche Postfachleerung und Weiterleitung an den Vorsitzenden zu beauftragen. Die Weiterleitung mittels der modernen Kommunikationsmittel durch den Vorsitzenden ist gewährleistet.

Stellungnahmen für das Landesbüro der anerkannten Naturschutzverbände

  • Die erneute Planung der Aufstellung von 14 WKA bei Waldow / Schönwalde im Einzugsbereich von 3 Weißstorchenpaaren und einem Rotmilanvorkommen wurde von  H. Schneider abgelehnt.
  • Es erfolgte die erneute Ablehnung der Vergrämung und Tötung von Kormoranen an den Schlepziger Teichen. T. Fischer äußerte sich zu der noch immer heftig diskutierten Problematik mit einem Leserbrief in der Lausitzer Rundschau.
  • Eine Stellungnahme Radwegebau Leibsch-Neu Lübbenau gab A. Weingardt ab.
  • Wir erstellten eine Zuarbeit zur Stellungnahme der Naturschutzverbände zum Raumordnungsverfahren “Tropical Islands Resort“: Gegenstand des ROV: Vorgesehen ist die Errichtung von 2.000 Ferienhäusern und 3 Hotels, 1 Campingplatz und noch nicht näher beschriebenen Freizeiteinrichtungen für Erholung, Gesundheit und Entspannung einschließlich einer Landebahn für Kleinflugzeuge auf insg. 615 ha. Die Verbände lehnen das Projekt in seiner vorgestellten Dimension aus Sicht naturschutzfachlicher Belange aufgrund der Eingriffsrelevanz und der damit verbundenen Raumrelevanz ab.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Staubeiratssitzungen: An den Staubeiratssitzungen für den Ober- und den Unterspreewald haben S. Leber bzw. T. Fischer teilgenommen. Hauptthema war das Hochwassermanagement.
  • An der Sitzung des Kuratoriums des BR Spreewald am 8.3.2010 nahm Dr. Boellert teil und vertrat offensiv die Position des NABU Spreewald zur Kernzonenerweiterung und Einstellung der forstwirtschaftlichen Nutzung im BR.
  • Am  Fischereitag am 11.3.2010 nahmen A. Weingardt und T. Fischer teil.
  • Artenschutzkampagne „Fast weg“: Der KV organisierte ein Großplakat am Einkaufscenter Marktkauf in Lübben sowie kleinere Plakate in Schönwalde.
  • Geplant ist die Beschilderung von Eigentumsflächen am NSG Lehnigksberg durch Blechschilder mit der Aufschrift „NABU-Naturschutzgebiet“ und einem kleinen Gebietsteckbrief. Die Standorte für die Schilder sind vom Ordnungsamt der Stadt Lübben bestätigt. Die Arbeiten sollten bis Mai abzuschließen sein.
  • Umgehungsstraße Lübben: A. Weingardt und T. Fischer nahmen an einem Gespräch mit Andreas Rieger (Kreisvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) und Uwe Neumann (Krummspree-Unterspreewald e.V.) teil.

Der beim Ministerbesuch diskutierte stadtnahe Trassenverlauf wird vom NABU abgelehnt. Wenn überhaupt, ist ein nördlicherer Trassenverlauf zu favorisieren, um die Eingriffe in der Niederung zu minimieren und negative Auswirkungen auf das Nacherholungsgebiet der Stadt Lübben möglichst gering zu halten.

Die Lausitzer Rundschau veröffentlichte einen positiv öffentlichkeitswirksamen Beitrag zu dem Thema in Auswertung einer Vorstandssitzung, zu welcher wir die Presse eingeladen hatten.

Bei der Dezembervorstandssitzung gab es eine weitere Diskussion mit dem Kreisvorsitzenden der Grünen A. Rieger. Weiterhin informierte der Vorstand den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landtages Michael Jungclaus zu dem Thema um politische Aktivitäten im Sinne des Naturschutzes zu initiieren.

  • Das von uns strikt abgelehnte Großprojekt „Wasserreich Spree“ wird aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt.
    • Bei der Kuratoriumssitzung „20 Jahre Biosphärenreservat Spreewald“ am 14.10.2010 konnten wir offiziell nicht teilnehmen.
    • GEK Großes Fließ: An der ersten Präsentationsveranstaltung am 24.2.2011 nahm Dr. Boellert teil. Er will das Projekt von Seiten des NABU begleiten.
    • A. Weingardt und S. Leber nahmen an den Baumschauen im Spreewald teil.
    • FFH-Management-Planung: Am 30.9.2010 war in Lübben die Auftaktveranstaltung für die Gebiete Nördlicher Randspreewald und Dollgener Grund sowie Teufelsluch. S. Leber, S. Kasparz und A. Weingardt  nahmen teil.
    • Krötenschutz bei Schönwalde: Zwischen Schönwalde und Lubolz wurden 2010 durch einen 400 Meter langen Krötenschutzzaun von Gerald Schneider 288 Kröten über die Straße gebracht.
  • Mitgliedschaft Spreewaldverein: Auf Antrag wurde unser Jahresbeitrag auf 35,00 € gesenkt.
  • Mitgliedschaft Fischereigenossenschaft Schlepzig: Der NABU-KV Spreewald ist als Mitglied der Fischereigenossenschaft Schlepzig bestätigt.
  • H. Schneider und T. Fischer haben für den NABU an der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Lübbenau am 4.2.2011 teilgenommen.  Eine Entlastung des Vorstandes wurde  vorzeitig abgebrochen – die Kasse war mangels einer Revisionskommission nicht geprüft worden. Beschlüsse wurden ebenso nicht gefasst. Im September 2011 soll eine neue Versammlung stattfinden,  bis zu welcher Anregungen zur künftigen Gestaltung der Pachtverträge gemacht werden können. Eine Klärung der noch offenen Pachtforderungen des NABU soll zeitnah erfolgen.
  • Die Zusammenarbeit mit dem FÖNAS ist nur noch recht lose, der NABU-KV ist Mitglied.

Exkursionen und Veranstaltungen

  • Am 22. Mai 2010 leitete A. Weingardt in intensiver Vorbereitung mit S. Kasparz eine sehr interessante und gut besuchte Exkursion rund um Lehnigsberg. Die Landtagsabgeordnete der SPD Sylvia Lehmann nahm daran teil.
  • Traditionell fand am 9. Oktober die Kranichexkursion im Polder Kockrowsberg statt.

Zusammenarbeit mit Landesverband

  • Bei der Landesvertreterversammlung am 20.11.2010 waren Sven Kasparz, Harald und Alina Schneider vertreten.
  • An der Geschäftsführertagung im Februar 2011 (sonst traditionell in Lebus) nahmen wir nicht teil.

Zusammenarbeit mit BR Spreewald – Problemfelder

  • Am 15.November fand mit dem BR-Leiter E. Nowak eine Gesprächsrunde zu unserer Stellungnahme betreffs der Kernzonenerweiterung statt.
  • Das Protokoll des Gespräches mit E. Nowak am 15.11.2010 wurde von H. Schneider

an E. Nowak übersandt.

  • E. Nowak wird den NABU zu gegebener Zeit zu einem Gespräch mit dem LB Forst einladen.
  • Der Vorschlag von A. Weingardt, für zwei NABU-Waldflächen Projektanträge zu stellen wurde vom Vorstand einstimmig befürwortet. In Schlepzig soll für ca. 6-7 ha eine Waldpatenschaft/ Nutzungsverzicht vereinbart werden und für eine Pappel-Fläche im Kleinen Gehege soll ein Waldumbauprojekt initiiert werden. Die Arbeiten an den Projekten sind inzwischen von A. Weingardt forciert worden.
  • Auch 2011 werden wir in Vorbereitung der kommenden Evaluierung des BR durch das MAB-Komitee öffentlichkeitswirksam bekannte Fehlentwicklungen ansprechen bzw. vom MAB-Komitee benannte Maßstäbe einfordern – wie die Erweiterung der Kernzonen zum Schutz der naturnahen Wälder über die geplanten 3 % hinaus und die FSC-Zertifizierung sonstiger Nutzwälder. An der bekannten Forderung des NABU der Einstellung jeglicher forstwirtschaftlicher Nutzung in naturnahen Laubwäldern wird ohne Abstriche festgehalten.
  • Renaturierungsprojekt NSG Kockot:

T. Fischer arbeitet an einem Renaturierungsprojekt für das NSG Kockot. Der NABU wird sich als Träger des Projektes zur Verfügung stellen, kann jedoch aus dem derzeitigen Vereinsvermögen keine finanziellen Mittel bereitstellen.

NABU-Mitglied Alexander Haase plant im Rahmen einer Praktikumsarbeit eine Aufnahme der Vegetation im NSG.

Flächenkäufe

  • 2010 Flächen wurden bei Lehnigksberg 4 ha für 4.000,00 € und bei Schlepzig 4 ha für        10.000,00 € erworben.
  • Die Gesamtfläche im Besitz des KV beträgt 200 ha.

Anerkennung der Gemeinnützigkeit

  • Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt liegt für die Jahre 2007, 2008 und 2009 vor. Nicht geringen Anteil daran hat die Arbeit des Kassenwartes                  D. Dommain.

Webseite: Seit Januar hat der KV eine neue Webseite mit neuem Layout,  welche von Gerald Schneider betreut wird. Zur Suchmaschinenoptimierung wird als Adresse die des                          1. Vorsitzenden geführt.

 

Harald  Schneider

1. Vorsitzender




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