Gottesdienst auf NABU – Land

Himmelfahrtspredigt unterm Himmelszelt
Alt Schadow Der kleine Waldparkplatz am Godnasee ist Donnerstagvormittag voll wie sonst zur Hochsaison gewesen. Doch statt Sonnenanbetern hatten sich Gläubige zum Freiluftgottesdienst am Südufer des Badegewässers zusammengefunden.

 

Gottesdienst am Godnasee, Foto: Jens Golombek / jgk1

Zu den Gläubigen der umliegenden Pfarrsprengel hatte sich eine Konfirmandengruppe aus Schlepzigs Partnergemeinde Offenbach gesellt. 34 Leute verbringen hier ein verlängertes Wochenende mit Besuchen in Berlin und den Tropen.

„Wir halten unseren Waldgottesdienst nicht nur im, sondern auch bei den Grünen“, sagte Pfarrerin Katharina Heide. „Wir haben herausgefunden dass dieses herrliche Areal dem Naturschutzbund gehört, der uns die Erlaubnis gegeben hat.“

Während Katharina Heide aus dem Lukasevangelium las, hielt der Offenbacher Gemeindepfarrer Johannes Hülser die Himmelfahrtspredigt. Ganz ohne Manuskript mahnte er die Notwendigkeit zwischenmenschlichen Engagements: „Fangt damit an!“

Der Tausch seiner Abteikirche mit dem Himmelszelt gefiel dem Bergpfälzer Geistlichen. „Super hier, das ist ganz schön. Ich war hier öfter im Urlaub und habe die Menschen, die ganz ähnlich sind wie bei uns daheim, schätzen gelernt“, sagte er.
Aus der Lausitzer Rundschau, Lübben der 03.06.2011



 Dr. Boellert verdient gewürdigt

Umweltpreis geht nach Luckau
LUCKAU KATHARINA ILLIG UND PETER SCHONERT AUS LUCKAU SIND MIT DEM UMWELTPREIS 2011 DES LANDKREISES DAHME-SPREEWALD GEEHRT WORDEN. DIE BEIDEN LANGJÄHRIGEN MITGLIEDER DES BIOLOGISCHEN ARBEITSKREISES „ALWIN ARNDT“ IN DER BERSTESTADT ERHIELTEN DIE URKUNDE AM MONTAGABEND AUS DEN HÄNDEN VON LANDRAT STEPHAN LOGE (SPD).

Unter den neun Bewerbungen und Vorschlägen war mit Dr. Christian Boellert einer der Mitbegründer des Naturschutzbundes (Nabu) Spreewald, ein ebenfalls verdienter Ornithologe mit Wirken am Neuendorfer See und den Schlepziger Teichen



 Kernzonenerweiterung aktuell

Es war in den vergangenen Jahren genügend Zeit die für das BR Spreewald vom MAB-Evaluierungskomitee geforderten 3 % Kernzonenerweiterung ohne Nutzung zu realisieren. Über diese Vorgaben haben sich alle Verantwortlichen hinweggesetzt.
Im Bescheid des MAB-Nationalkomitees vom 17.12.2002 wurde die Kernzonenerweiterung auf 450 Hektar gefordert. Dieser Maßgabe wurde nicht entschieden genug Rechnung getragen.
Gefordert wurden vom MAB-Komitee die Überprüfung der Zonengrenzen im Sinne funktionell entwickelbarer Landschaftsräume – dies bedeutet auch zusammenhängend unter Kernzonenschutz gestellte naturnahe Waldgebiete.
Die derzeitigen Bemühungen zur Ausweisung von Kernzonen sind nicht in dieser Weise ausgerichtet.
Wir fordern die Einstellung jeglicher forstwirtschaftlicher Nutzung in naturnahen Wäldern des BR Spreewald und die sofortige rechtliche Unterstellung dieser Flächen bei der Naturschutzverwaltung. Forstliche Eingriffe in Naturschutzgebieten haben ausschließlich der Umwandlung von Monokulturen und aus der Vergangenheit stammender Fehlentwicklungen zum Zwecke der Schaffung naturnaher Waldgemeinschaften zu dienen – unter rechtlicher Aufsicht der UNB sowie fachlicher Begleitung des NABU.
Wir erwarten als Mindestmaß die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2009.

Wir vertreten die NABU-Strategie der Erhöhung eines Flächenanteils ungenutzter, unbewirtschafteter Naturwälder auf 10 % der Waldfläche, in einem ersten Schritt auf 5 %. Der Spreewald hat im Land Brandenburg waldflächenmäßig eine besondere Verantwortung und sollte mit mindestens 15 % der Waldfläche als Vorbild aktiv werden.
Unsere NABU-Schutzgebiete weisen den höchsten realisierbaren Schutzstatus auf.
Unsere sehr detaillierten Forderungen und Vorschläge liegen schriftlich vor und wurden umfassend erläutert.
NABU-Schutzgebiete stehen für die Kernzonenerweiterung nicht zur Verfügung.
Wertvolle zusammenhängende naturnahe Laubwälder des Spreewaldes unterstehen noch immer der Verwaltung der Forstwirtschaft und diese ist in keiner Weise gewillt, jene Fläche aus der Nutzung zu nehmen. Die in der Vergangenheit durch forstliche Eingriffe angerichteten Schäden sind immens und teils irreparabel. Forstwirtschaftliche Nutzungen in Naturschutzgebieten laufen den Erfordernissen des Naturschutzes extrem zuwider und sind nicht hinnehmbar.



 Umgehungsstraße der B 87 bei Lübben

Grüne Linie: NABU-Vorschlag
Rote Linie: Vorschlag des Ministers für Infrastruktur und Landwirtschaft

Der beabsichtigte Bau einer OU Lübben B87 ist Ausdruck einer verfehlten Verkehrspolitik in Deutschland und wird daher von uns vom Grundsatz her abgelehnt.
Abgesehen von dem mehr als fragwürdigen verkehrstechnischen Nutzen für den internationalen Fernverkehr ist auch für Lübben eine entscheidende Lösung der innerörtlichen Verkehrsprobleme durch den Bau einer Umgehungsstraße nicht zu erwarten.
Lübben selbst hat die Chance auf eine günstige Lösung seiner Verkehrsprobleme mit der Ablehnung der stadtkernnahen Steuver-Variante vertan.
Dass nunmehr international anerkannte Schutzgebiete und für Lübben außerordentlich wichtige Naherholungsräume für Einwohner und Gäste durch den Bau einer Ortumgehung erheblich beeinträchtigt werden sollen, erscheint uns sehr fragwürdig.
Die zu erwartenden Beeinträchtigungen, der erhoffte Nutzen und der notwendige Aufwand stehen in keinem vertretbaren Verhältnis zueinander.
Von den betroffenen Naturräumen stellt die Querung der Spreeniederung das größte Konfliktfeld dar. Wenn überhaupt, ist die Niederung an der schmalsten Stelle auf Stelzen zu queren, da nur so die Beeinträchtigungen für Flora und Fauna minimiert werden können.
Des Weiteren ist der Abstand von den Binnendünen (Hartmannsdorfer Berge) größtmöglich zu wählen. Damit wäre auch der Abstand zur Wohnbebauung im Lübbener Norden etwas größer.
Ebenfalls im Interesse des Schutzgutes Mensch steht eine zum Ortsteil Treppendorf möglichst weit entfernte Trassenführung. Das würde auch bedeuten, dass der OT Neuendorf vom Verkehrsgeschehen entlastet würde.
Eine Trassenführung über den „Langen Rücken“ ist sowohl aus naturschutzfachlicher Sicht („Hirschland-Gruben“ als bedeutendes Reproduktionsgebiet für Rote Liste Amphibienarten), aus Emissionsschutzgründen als auch aus landschaftsästhetischen Erwägungen abzulehnen.
Bei der Abwägung der naturschutzfachlichen Belange wird von uns eindeutig eine Linienführung westlich von der Ortslage Neuendorf bevorzugt.
Insgesamt haben wir gegen den Bau der Umgehungsstraße aber erhebliche Bedenken und halten eine erneute Prüfung des Vorhabens für dringend geboten.



 Krötenschutz

Gerettete Amphibien

Wie schon in den beiden vergangenen Jahren wurde von Mitgliedern des Kreisverbandes zwischen Schönwalde und Lubolz ein Krötenschutzzaun in einer Länge von 400 Metern errichtet.

Bisher war die Witterung für die Krötenwanderung ungünstig, zu kalt und zu trocken.

Lediglich am 1. April nach leichtem nächtlichen Regen und 11° C Morgentempeartur konnten 69 Tiere sicher über die Straße gebracht werden. Den vollständigen Artikel lesen…